Airbnb und die Folgen

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el cid
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Airbnb und die Folgen

Beitrag von el cid » Di 17. Apr 2018, 18:37

Airbnb-Boom in Griechenland
Wenn sich eine Lehrerin keine Wohnung leisten kann


Hat zwar in der Überschrift nicht direkt etwas mit Spanien zu tun, aber es geht auch um Barcelona etc.

Jeder muss halt wissen, dass sein Handeln auch Folgen auf dem lokalen Markt hat. Für einen Urlauber, sind solche, einmaligen 500 EUR ein billiges Schnäppchen ...
spiegel.de, 17.04.2018 hat geschrieben:In griechischen Touristenorten explodieren wegen Airbnb die Mietpreise. Einheimische haben das Nachsehen. Die Lehrerin Roxani Hatzidimitriou gibt nun auf - und verlässt ihre Trauminsel. ..

Hier der Link zum Artikel bei spiegel.de / spon: Airbnb-Boom
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julia9895
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Re: Airbnb und die Folgen

Beitrag von julia9895 » Mi 18. Apr 2018, 15:42

Ich nutze zwar selbst Airbnb, aber ja... auch die Preise z. B. in Malaga sind extrem angestiegen seitdem Airbnb so viel genutzt wird. Das ist mir leider erst so richtig bei meinem letzten Aufenthalt aufgefallen, und da habe ich mir jetzt auch vorgenommen nicht mehr über Airbnb zu buchen. Ich muss aber ehrlich sagen, dass es in Malaga immer schwieriger wird ein Hotel zu finden was auch wirklich in Ordnung ist...

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el cid
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Re: Airbnb und die Folgen

Beitrag von el cid » Di 5. Jun 2018, 16:02

Ich bin ja über Jahre nur nach Venezuela in Urlaub gefahren. Dabei habe ich die Entwicklung von Airbnb in Europa überhaupt nicht mitbekommen. In Granada scheint inzwischen der gesamte Albaicín im "Besitz" von Airbnb (Stichwort: "apartamentos turisticos") zu sein. Ferner aber auch viele Lokationen im Zentrum oder auch im Realejo. Eigentlich schade. Das typische lokale Leben wird sukzessive an den Stadtrand gedrängt. Da wir sehr häufig in der Markthalle San Agustín frühstücken, ist mir auch aufgefallen, wie viele Touristen dort ihren Lebensmitteleinkauf für ihren Aufenthalt machen. Halt nicht die Flasche Olivenöl oder den luftdicht verpacken Queso Manchego für Daheim.
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alex
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Re: Airbnb und die Folgen

Beitrag von alex » Do 7. Jun 2018, 12:27

julia9895 hat geschrieben:
Mi 18. Apr 2018, 15:42
Ich muss aber ehrlich sagen, dass es in Malaga immer schwieriger wird ein Hotel zu finden was auch wirklich in Ordnung ist...
Richtig, gerade in der Gegend von Malaga haben die Hotels teilweise einfach keine Gäste verdient. Da wird alles getan um sicherzustellen, dass der gast auch ja nicht wiederkommt. Und das zu Preisen die oft auch nicht mehr feierlich sind.

Anstatt sich über airbnb zu beklagen sollte man da reagieren und zum Beispiel ein vernünftiges Sternesystem einführen, bei dem man z.B. im Segment vier Sterne keine Lotterie zwischen totaler Bruchbude und Luxushotel hat.

Wenn ich bei airbnb buche sehe ich ganz genau was ich bekomme. Bei spanischen Hotels nicht.

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el cid
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Re: Airbnb und die Folgen

Beitrag von el cid » Do 7. Jun 2018, 13:54

Ich hatte ja im März / April das Thema in Granada mit booking.com. Eigentlich ein sehr ordentliches Hotel mit ***. Allerdings hatte ich dort die Besenkammer zu fast 100 EUR / Tag. Seit dem bin ich bei den Internetplattformen äußerst vorsichtig geworden. Eigentlich will ich nächstes Jahr für 3 Monate nach Granada und suche aktuell schon ein Appartement für diese Zeit. Allerdings lasse ich mich auch nicht mehr darauf ein, mich vorher zu fixieren, ohne dies genau gesehen zu haben.

Airbnb und diese ganzen anderen System führen nicht unbedingt zu mehr Markttransparenz. Man hat dies ja wiederum an meinem Beispiel gesehen, dass es mehrere Wochen gedauert hat, bis meine (ehrliche) schlechte Bewertung in das System übernommen wurde, während meine guten Bewertung stets sofort aktiv geschalten waren. Und auch das Bewertungssystem ist schlecht. Für meine Unterkunft wollte ich bei ehrlichem Bewertungsansatz ein 1 ("äußerst ungenügend") vergeben. Dies war jedoch nicht möglich, da ich wahrheitsgemäß angegeben habe, dass sich das Hotel in zentraler Lage befindet. Somit kam aufgrund der Kriterien und deren Gewichtung eine 3,8 heraus. Das bedeutet für mich nun, dass alle Hotels, die nicht mit mindestens 8,5 - 10,0 bewertet sind, nicht mehr in Frage kommen.

Was ich auch sehe ist, dass Airbnb & Co. nicht zu billigeren, sondern zu höheren Preisen führen. Eine Kurzzeitvermietung von Appartements bringt natürlich mehr als Langzeitvermietung. Oder in Zahlen: Lieber 10 Tage zu 60 EUR vermieten, als 1 Monat (30 Tage) zu 600 EUR. In diese Richtung geht der Airbnb-Zug. Und diese 10 Tage für 60 EUR ist vermutlich für eine 4 köpfige Familie immer noch billiger als in ein Hotel zu gehen. Welche Auswirkung dies auf dem Spanischen Wohnungsmarkt hat, dass sieht man ja deutlich. Als Ökonom wird man etwas sagen, dass nun auf dem spanischen Wohnungsmarkt die Vermietung auf Grund der internationalen Nachfrage über globale Plattformen zu internationalen Preisen erfolgt. Problematisch ist dies für die Spanier, die ihr Einkommen zu nationalen Preisen / Gehältern bekommen.

Wie in einem anderen Thread geschrieben, besteht der gesamte Albaicín zum überwiegenden Teil aus Apartamentos Turisticos.
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Tintenherz
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Airbnb: Der Staat klopft an der Tür

Beitrag von Tintenherz » Di 4. Sep 2018, 09:12

Airbnb
Der Staat klopft an der Tür


Spaniens Touristenmetropolen wollen das boomende Geschäft des Internetportals begrenzen. Doch Versuche der Reglementierung gehen bisher ins Leere. Jetzt schaltet sich auch noch die Wettbewerbsbehörde ein. ... zum Artikel


Quelle: sueddeutsche.den, 03.09.2018.

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